Was hilft gegen Schimmel?

ID-100132966Hält Schimmel in Wohnräumen Einzug, ist oft guter Rat teuer. Nicht nur ist der Pilzbefall lästig und zerstört die Ästhetik von Haus oder Wohnung, sondern es kann durch die Sporen auch zu negativen Auswirkungen auf die Gesundheit kommen. Allergische Reaktionen, Atemwegserkrankungen, eine Reizung der Schleimhäute oder das Eindringen von giftigen Stoffen in den Körper sind möglich. Was hilft, um dem Schimmel den Kampf anzusagen?

Schimmelpilzbefall vorbeugen

Ein Risiko von Schimmelbefall ist überall dort gegeben, wo sich Feuchtigkeit ansammelt. Besonders betroffen ist neben Badezimmer und Schlafzimmer auch die Küche. Für die Vermeidung von Schimmel ist es von großer Bedeutung, dass die Wände „atmen“. Um eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten, ist es wichtig, die Wände nicht mit Möbeln und Einrichtungsgegenständen komplett zu verdecken. Statt Möbelstücke direkt an die Wand zu stellen oder an der Wand anzubringen, sollte man das „Schwitzen“ der Wände vermeiden und einen Mindestabstand von einigen Zentimetern einhalten. Das richtige Lüftungsverhalten spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Insbesondere in kalten Jahreszeiten mit feuchtem Klima ist es anzuraten, mehrmals am Tag ungefähr zehn Minuten Stoßlüftung bei ganz geöffnetem Fenster zu praktizieren. Dadurch bildet sich kein Kondenswasser und es findet ein Luftaustausch statt. Die Raumtemperatur darf darüber hinaus nicht zu niedrig sein. Alle Zimmer sollten eine Raumtemperatur von mind. 19 Grad aufweisen, denn bei zu niedrigen Temperaturen setzt sich die Feuchtigkeit an den Wänden fest und wird nicht von der Raumluft aufgenommen. Gerade in Zimmern mit großer Feuchtigkeitsproduktion, wie z.B. Schlafzimmer oder Bad, sollte ein häufiges Lüften und ausreichendes Heizen zur Routine werden – denn beim Stoßlüften ist das Heizen, wie der Volksmund behauptet, nämlich nicht umsonst. Ist man sich nicht sicher, wann die Luftfeuchtigkeit den ungefährlichen Höchstwert von rund 60 % überschreitet, vermag man sich auf Messgeräte zu verlassen.

Wirksame Mittel gegen Schimmel

Der erste Schritt beim Kampf gegen den Schimmelpilzbefall in der Wohnung ist meist der Kauf von Anti-Schimmel-Sprays. Diese führen jedoch meist nur im Badezimmer mit gefliesten Wänden zur gewünschten Wirkung. Es ist zudem wichtig, sich nach der Gebrauchsanweisung zu richten, wie viel, wie und wann die Chemikalien eingesetzt werden. Als Hausmittel gegen Schimmel haben sich Essig und Alkohol bewährt, die auf die befallenen Stellen gesprüht werden. Alternativ trägt man in Wasser aufgelöste Hefe auf Silikonfugen mit Schimmelbefall auf. Während Anti-Schimmel-Mittel bei kleineren Schimmelflecken und Fließenfugen in der Regel Wirkung zeigen – wenn auch manchmal nur kurzfristig, ist Schimmelpilzbefall im größeren Ausmaß nur durch bautechnische Maßnahmen zu bewältigen. Ist der Schimmel oberflächlich vorhanden, reicht es aus, die Tapete komplett auszuwechseln. Ist hingegen die Wand dauerfeucht, besiegt man den Schimmelpilz durch eine professionelle Mauertrockenlegung. Eine Dämmung der Außenwände gegen Kälte und Feuchtigkeit ist ebenfalls förderlich.

Bild: Image courtesy of sirikul / FreeDigitalPhotos.net

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