Was hilft bei Übersäuerung des Magens bzw. des Körpers?

Leidenswege beginnen oft mit falscher Ernährung und/oder ungesunder Lebensweise. Diese führt auf lange Zeit zu einer gestörten Säure-Basen-Balance. Nur kaum jemand ist in der Lage, dieses Ungleichgewicht anfangs zu spüren. Somit gibt es für den Menschen auch keine Veranlassung, seine Lebensweise in Frage zu stellen oder überhaupt erst als problematisch zu erkennen. Der Organismus ist von Natur aus mit gut funktionierenden Regelmechanismen ausgestattet. Daher kann er über viele Jahre die Gewohnheiten kompensieren – abhängig von den persönlichen Reserven.

Doch irgendwann ist jedes Ausgleichsvermögen erschöpft und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich erste Symptome einstellen. Anfangs zeigt sich das nur dadurch, dass man sich eine Zeitlang schlapp und antriebslos fühlt. Wird dann nicht gegen gesteuert, verstärken sich die Übersäuerung und auch die Symptome – die komplexen Stoffwechselvorgänge im Organismus geraten aus dem Lot.

Die oft verbreitete Annahme, Übersäuerung sei mit Sodbrennen gleich zu setzen, ist übrigens falsch. Sodbrennen kann eine Auswirkung einer Übersäuerung sein – muss aber andererseits gar nicht auftreten, selbst wenn der Körper bereits schwer überlastet ist.

Bei all den Beschwerden, die nicht von Geburt an bestanden, sollte also stets genau nach den Ursachen geschaut werden.

Wie lässt sich eine Übersäuerung auf einfache Weise feststellen?

Im Zweifel gilt immer: wenn Sie Beschwerden haben, suchen Sie bitte einen Arzt auf. Der kann die Blutwerte zur umfangreichen Diagnostik bestimmen.

Es wird zumeist empfohlen, mithilfe spezieller Teststreifen den pH-Wert im Urin zu bestimmen. Das ist grundsätzlich nicht verkehrt – sollte aber nur als erste Orientierung angesehen werden. Denn es ist wichtig zu wissen, dass der pH-Wert im Urin im Tagesverlauf schwankt. Es ist normal, wenn der Urin morgens sauer ist. Und es muss auch deutlich gesagt werden: wenn der Urin sauer ist, heisst das ja zunächst erstmal nur, dass der Körper Säuren ausgeschieden hat, was ja grundsätzlich gut ist.

Um die Gefahr einer Übersäuerung einschätzen zu können, sollte der Urin-Test über ca. 2 Wochen hinweg mehrfach täglich durchgeführt werden. Wenn der Test dann jeden Tag und speziell am späten Vormittag einen sauren oder gar stark sauren Urin anzeigt, ist das ein großes Indiz dafür, dass sich eine Übersäuerung bereits manifestiert hat. Wenn dann sogar körperliche Symptome wie wiederkehrende rheumatische Beschwerden, Reizbarkeit, häufige Infekte oder allgemein ein Verlust an Vitalität vorhanden sind, ist eine Übersäuerung sehr wahrscheinlich und Sie sollten dringend handeln.

Der Urintest sollte also unbedingt im Laufe des Tages auch einen basischen Wert (pH > 7) anzeigen. Wenn das der Fall ist, steht dem Körper noch ausreichend Pufferkapazität zur Verfügung (was aber nicht heißen muss, dass eine optimale Lebensführung/Ernährung vorliegt.

Basen-Präparate wie Basenpulver zum Einnehmen oder basische Kosmetikartikel sind eine Möglichkeit, dem Körper kurzfristig zu helfen, das Säure-Basen-Gleichgewicht wieder herzustellen. Wenn aber eine ungesunde Lebens- oder Ernährungsweise die Ursache ist, kommt der Betroffene natürlich nicht herum, diese Ursache abzustellen.

Übersäuerung ist mit gesunder Ernährung so gut wie ausgeschlossen

Normalerweise sollten wir essen, um unseren Organismus so zu versorgen, damit er fit bleibt. Denn bei der Verstoffwechselung gesunder und frischer Nahrung fallen nur wenige unbrauchbare Abbauprodukte an.

Diese Stoffe werden von unserem Körper üblicherweise schadlos neutralisiert und ausgeschieden. Eine gesunde Ernährung und Lebensweise kann also nie im Übermaß schädliche Stoffe hervorbringen. Unser Körper bleibt in Balance und somit jung, gesund und leistungsfähig.

Übersäuerung des Magens bzw. des Körpers wird gefördert u.a. durch:

  • Tierische Eiweiße wie Fleisch, Wurst, Fisch und Eier
  • Milch und die meisten Milchprodukte
  • Teig- und Backwaren
  • Sojaprodukte
  • raffinierter Zucker / diverse Süßspeisen
  • Cola und andere Softdrinks
  • Genussgifte wie Kaffee / Alkohol / Nikotin
  • Synthetische Zusatzstoffe wie Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Geschmacksverstärker (Glutamat) oder auch Süßstoffe etc.
  • Toxine, die von Bakterien und Pilzen ausgeschieden werden
  • aber leider auch durch Stress, Angst, Sorgen, Ärger und negative Gedanken

Fazit: Bei Übersäuerung helfen kurzfristig Basenpräparate (z.B. aus der Apotheke) gut. Langfristig ist eine Ernährungsumstellung mit viel Frischkost und mehr körperliche Bewegung notwendig.

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