Was hilft bei Blasenschwäche?

Anfangs kaum wahrzunehmen, später ein Tabuthema: Die Blase drückt, die Toilette ist weit… Je akuter das Problem, je peinlicher die Situation, desto schwieriger ist es für Menschen, mit derartigen Komplikationen zurechtzukommen. Man schottet sich ab, man leidet still. Muss das wirklich sein?

Eine Volkskrankheit

Zunächst mal gut zu wissen, dass man als Betroffener keineswegs allein auf der Welt ist. Schätzungsweise leben hierzulande 6 bis 8 Millionen Menschen mit Harninkontinenz oder, wie der Volksmund sagt, mit Blasenschwäche. Die Dunkelziffer liegt, so meinen Experten, wesentlich höher, weil Leidtragende in vielen Fällen erst sehr spät den Arzt um Rat fragen. Dabei ist, wie leicht an den Zahlen erkennbar, die incontinentia urinae schon zu einer Volkskrankheit geworden, die nicht nur ältere Menschen plagt. Mit zunehmendem Alter nimmt das Risiko zwar tendenziell zu, es trifft aber auch schon jüngere Leute, verursacht beispielsweise durch Krankheiten, Unfälle, psychische Faktoren und Schwangerschaften.

Viele Chancen, die Krankheit zu besiegen

In jedem Fall sollte bereits bei ersten Anzeichen einer Blasenschwäche der Facharzt aufgesucht werden. Dieser kann genau analysieren, an welcher Art Inkontinenz der Patient leidet. Er kann eine fachübergreifende Behandlung vorschlagen, in die zum Beispiel ein Psychotherapeut oder Neurologe einbezogen wird. Heute gibt es eine ganze Reihe Inkontinenzprodukte und erfolgreiche Behandlungsmethoden, die vom Beckenbodentraining bei Frauen, über diverse Pharmazeutika, Injektionen bis hin zu Prostataoperationen bei Männern gehen. Eine Menge Chancen, die Erkrankung entweder zu besiegen oder zumindest annehmlich mit ihr leben zu können. Es gilt, die Krankheit an der Wurzel zu packen. Hilfsmittel, wie Windeln, sollten wirklich nur das letzte Mittel sein.

Nicht verstecken – offen sprechen

Es gibt also keinen Grund, sich zu verstecken. Sprechen Sie offen über Ihr Problem. Dabei ist der Arzt Ihres Vertrauens natürlich die erste Adresse, doch darüber hinaus können Ihnen auch verschiedene Ratgeber wertvolle Tipps und Tricks verraten – damit die Blase seltener schwächelt.

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